Gelbkopf-Haftschwanzgecko, Haftschwanzgecko (Lygodactylus picturatus) - Reptinet die Reptilienseite im Netz

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Gelbkopf-Haftschwanzgecko, Haftschwanzgecko (Lygodactylus picturatus)



Verbreitung:

Ostafrika, von Äthiopien im Norden bis Mozambique im Süden, landeinwärts bis ins nördliche Simbabwe und den Osten Zaire, sowie auf den beiden Inseln Mafia und Sansibar vor der tansanischen Küste.



Lebensraum:
Halbfeuchte Gebiete, an Palmen, Akazien oder Zäunen und Hauswänden.




Kurzbeschreibung:

Die Geckos können eine Gesamtlänge zwischen 7,2 und 9 cm erreichen. Männchen sind auf dem Kopf und Vorderkörper prächtig gelb mit dunkelbraunen Streifen und Flecken. Der Körper, die Gliedmaßen und der Schwanz sind blaugrau. Ihre Kehle ist schwarz, der Bauch einfarbig orange. Die Weibchen haben entgegen einiger anderer Beschreibungen auch einen gelben Kopf sind am Körper aber eher grau/braun gefärbt. Bei ihnen ist die Unterseite weiß, und auch die Kehle ist meistens weiß gefärbt. Oft zeigt sich auch eine verwaschene Marmorierung. Bei Rangordnungskämpfen unterlegene Männchen zeigen ebenfalls die gleiche Färbung wie die Weibchen.
Im Allgemeinen kann die Färbung beider Geschlechter je nach Stimmung sehr stark variieren von komplett dunkelbraun bis hin zum strahlend gelben Kopf und leuchtend grau-blauen Körper.

Das erste Gelege 10.03.2006



Lebensweise, Haltung und Zucht:

Dieser Haftschwanzgecko ist tagsüber und in der Dämmerung aktiv. Die Tiere verbringen den Tag vorzugsweise an großen Bäumen in ein bis zwei Meter Höhe. Wie andere Geckos flüchten sie bei Störungen auf die entgegengesetzte Seite des Baumes und klettern daran hoch. Beobachtungen zufolge hält sich in der Fortpflanzungszeit nur jeweils ein Pärchen an einem Baum auf. Zu dieser Zeit werben die Männchen mit besonders intensiver Färbung und mit Drohgebärden und dem Vorwölben der schwarzen Kehle um die Weibchen. Bei innerartlichen Auseinandersetzungen zeigen sie die gleichen Drohgebärden und eine intensivere Färbung.

Schon kleinere, etwa 30 x 30 x 40 cm große Terrarien mit einem Gemisch aus Blumenerde und Sand als Bodengrund genügen für ein Paar. Zum Klettern und als Dekoration dient ein bizarrer Ast oder eine Moorkienwurzel. Die Beleuchtung - dazu eignet sich ein Strahler - bringen wir so an, daß sie auf den höchsten Punkt der Wurzel oder des Astes gerichtet ist. An dieser Stelle nehmen die Geckos ihre Sonnenbäder. Zum Empfehlen sind Leuchtstoffröhren, die UV-A-Strahlen aussenden oder Metallhalogenidlampen, da die Geckos recht lichthungrig sind. Einige Ranken von Scindapsus aureus können die Einrichtung vervollständigen. Den Geckos bekommt das tägliche Sprühen ebenso gut wie den Pflanzen. Die Temperaturen müssen tagsüber zwischen 25 und 32'C und nachts 18 bis 22'C schwanken. Neben Gliedertieren kann man den Geckos ab und zu auch überreife Bananenstückchen in einer Schale anbieten. Im Terrarium scheint die Fortpflanzung an keine bestimmte Jahreszeit gebunden zu sein, da das Männchen in allen Monaten des Jahres Weibchen umwirbt.
Die Weibchen legen die beiden, meist zusammenklebenden, 5 x 3 mm großen Eier bevorzugt in Rindenspalten ab. Es ist sinnvoll, die Gelege mitsamt ihrer Unterlage in einen Brutbehälter zu überführen. Die 25 mm großen Jungtiere schlüpfen bei einer Bruttemperatur zwischen 28 und 30'C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80 % nach etwa 45 Tagen. Beträgt die Temperatur tagsüber nur 22 bis 25'C und nachts 19'C, verlängert sich die Schlupfzeit auf 78 Tage und bei noch niedrigeren Temperaturen sogar auf ungefähr 95 Tage. Dabei besteht jedoch immer die Gefahr, daß die Temperaturen zu niedrig sind und die Embryonen in den Eiern absterben.
Die Jungtiere kann man in kleinen Klarsichtdosen mit Gazedeckel aufziehen, wobei lediglich eine Lage Schaumstoff und ein kleines Stück Korkeichen-Rinde die Einrichtung bilden. Kleinste Grillen, Heimchen und Wachsmotten, sowie Drosophila und Wiesenplankton sind geeignetes Aufzuchtfutter. Im Alter von zwei Monaten beginnen die Jungtiere sich umzufärben und können schon, bevor sie das erste Lebensjahr beendet haben, geschlechtsreif sein. Dennoch gehört L. picturatus in die Hände erfahrener Pfleger.

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